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01 Juli 2009

Tag 01 Bottrop / Bad Breisig – Loreley Radreise Juni 2009

Sonntagmorgen, 10 Uhr, Tachostand: 8025 km, unsere erste gemeinsame Radreise geht los.

Erst einmal mit dem Rad von Bottrop zum HB Oberhausen. ca. 10 km. Hier ein das Ticket gelöst.. Im Gegensatz zu der Auskunft vom Vortag, sogar noch etwas günstiger, per Wochenendticket. Darum beschließen wir bis Koblenz zu fahren.
Hauptbahnhof Oberhausen
Unsere erste Erfahrung mit der Deutschen Bahn. Der Zug kommt. Wir hetzen mit den Rädern von vorne zum letzten Waggon, aber kein Fahrradzeichen zu finden. Nachdem ich es geschafft habe mein Fahrrad in den Waggon zu hiefen (wo schon 2 Körbchenradfahrer sich recht breit gemacht hatten) ist Nicole erst einmal in der Zugtür eingeklemmt worden. Bravo, die Lichtschranken können wohl wirklich alles erkennen, und die Körbchenradfahren waren auch nicht gerade hilfreich. Nach etwas Hektik, aber irgendwann geschafft. Körbchenradfahrer steigen die nächste aus, zwei Franzosen mit Rädern steigen zu. Wieder Hektik, denn erst aussteigen lassen und dann einsteigen, scheint nicht überall bekannt zu sein ;-) Nach etwas hin und her schaffen wir es unsere Räder stabil zu postieren und sind gespannt auf die anstehende Tour. Betreff dem Rad und der Bahn etwas zwiespältig, aber es war wohl einfach Pech das es kein Fahrradabteil gab. Draußen regnet es etwas bzw. ist stark bewölkt. Hinter Bonn kommt die Sonne raus, und wir beschließen kurzfristig schon vor Koblenz (ca. 30 km) in Bad Breisig auszusteigen. Hier wieder ein Schock, an dem kleinen Bahnhof ist der Ausstieg aus dem Waggon sehr hoch und steil. Es wäre wohl pfiffig gewesen die Räder vorher abzuladen, aber Naiv wie wir sind dachten wir der Ein- und Ausstieg wäre immer gleich. Keine Ahnung wie z.B. Behinderte oder gar Rollstuhlfahrer so etwas bewältigen sollen.
Deutsches Eck im Regen
Wollen uns also nicht beschweren und beginnen gegen 13:00 Uhr sozusagen endlich „offiziell“ unsere Radtour Richtung Salzburg. Die Sonnenstrahlen sind nur von kurzer Dauer aber es bleibt erst mal trocken, aber natürlich haben wir Gegenwind. Gefühlt, zu 90% unser Begleiter für diese Radtour, trotz der vielen Richtungswechsel dieser Tour.
Nach Koblenz geht der leichte Regen in sehr starken Regen über und wir stellen uns unter einer Brücke für ca. 1,5 Std. unter. Hier unterhalten wir uns ausführlich mit einem Australier, der mit dem Rad aus London unterwegs ist. Lustiger Kerl, der in London in einem Buddhistischen Zentrum Kurse gibt. Hätte man vom Outfit her nicht vermutet ;-), aber was kann man schon nach dem Outfit beurteilen. Der starke Regen geht in ,leichten Regen über und wir fahren weiter. Wir halten Ausschau nach einem Campingplatz, und finden auch was nettes. Wir laden gerade unsere Fahrräder ab als sehr heftiger Wind bzw.ein kleiner Sturm loslegt. Aus dem nichts, ist es pechschwarz! Bauen in hektig das erste mal unser neues Zelt im Sturm und Regen auf. Kaum steht Es, ist das Unwetter genauso schnell vorbei ,wie es gekommen war, und über uns ist blauer Himmel. Oh man, solche Wetterwechsel sind wir als Stadtkinder nicht gewohnt! Sprechen noch kurz mit den Eigentümern des Platzes und die erklären uns das das „hier“ öfters passiert. Nun denn, ab unter die Dusche, und ab in die Gastronomie des Campingplatzes.
Unglaublich! Vor 10 Minuten war hier noch Land unter. Mit Sturm und Regen!
Hier wurden wir sehr angenehm überrascht. Es gab richtig leckeres Essen. Tilapiafilet auf Salat und Kartoffeldressing, und einen deftigen Schweinebraten. Besonders der Fisch war richtig gut, und hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Wohlgenährt, und mit leckerem Weißwein leicht betüdelt, geht’s zum Zähneputzen und ab in Bett. Zum erstem mal in das neue Zelt / den Luftmatratzen und Schlafsäcken von Exped. Das soll jetzt keine Werbung sein, aber die Ausrüstung hat uns den Rad-Urlaub wirklich deutlich vereinfacht, neben dem Zelt sind hier besonders die Daunen-Luftmatratzen zu empfehlen. Nicht mit unsere bisher genutzten Thermarest Matratzen zu vergleichen. Die Ausgaben haben zwar „Weh getan“, aber es hat sich tatsächlich zu 100% gelohnt. Glücklich schlafen wir ein und freuen uns auf den nächsten morgen.

Datum: 16.06.2009
Tagesstrecke: 66,64 km
Sattelstunden: 3:48
d=17,52 km/h // max: 32,01
Gesamtstand Tacho: 8091 km

Restliche Tage folgen....

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