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01 Juli 2009

Tag 13 Braunau am Inn (AT) – Salzburg (AT) Radreise Juni 2009

Starker Regen, wir lassen es ruhig angehen, Nicole besorgt Frühstücksverpflegung von Hofer, und wir sitzen den Regen aus. Starten erst gegen 13:00 Uhr. Es ist sehr schwül und wir folgen weiter dem Inn auf der österreichischen Seite.Tolle Vegetation! Viele Wildblumen, dank des Wetters kommt schon fast Dschungel-Feeling auf. Wir treffen auf die Salzach, na das ist doch unser Fluss! Jetzt konnten wir Salzburg nicht mehr verfehlen.
Salzach trifft den Inn
An der Salzach ändert sich die Landschaft ein wenig, es wird wieder hügeliger. Wirklich schön, aber leider schwenkt das Wetter um! Es beginnt heftig zu regnen, aber wir fahren weiter, denn wir wollen Salzburg heute auf jeden Fall erreichen. Wir wollen auf jeden Fall unseren „Stammcampingplatz“ erreichen und dort ein Menü essen. (Dazu später mehr). Der Regen lässt nicht nach und wir sind trotz guter Regenausrüstung komplett durchnässt. An eine Pause ist nicht zu denken, da wäre eine Lungenentzündung vorprogrammiert.
30% Gefälle Berg runter, da schiebt Nicole lieber!
Der große Regen kündigt sich an, die Regenkleidung wird vorberietet.
Wir erreichen Salzburg bzw. die Gegend, welche wir von früheren Urlauben kennen. Das Wetter hat Unwettercharakter und zwar „in echt“! Als wir endlich auf den Weg zum Campingplatz entlang eines eigentlich kleinen ruhigen Flüsschen entlang fahren. Stellen wir Fest, das es jetzt ein reißender Fluss ist. Prompt sperrt die Feuerwehr genau vor unsere Nase die weitere Durchfahrt unter einer Brücke bzw. den gesamten Weg. Der Feuerwehr lässt sich nicht überreden uns durch zu lassen, bzw. erklärt, wie gefährlich das Ganze ist. Nun denn, wir drehen und suchen einen alternativen Weg. Es ist mittlerweile fast komplet dunkel und wir irren über Straßen und durch Wohngebiete. Mit etwas fragen schaffen wir es irgendwann. Huraaa! Wir kommen relativ spät um 20:45 Uhr an. Wir erzählen der Wirtin von unserer Regenfahrt, und das wir unbedingt zum panorama-camping.at , nur um hier wieder das tolle Essen zu genießen. (Der Koch ist der Sohn der Wirtin/Besitzerin und hat eine, na sagen wir mal „gehobene“ Kochlehre in einem echten Gourmet Restaurant gemacht, und sich entschieden am Campingplatz im Familienbetrieb zu bleiben und bietet eine gehobene frische regionale Küche an.) Wir scheinen mit unserer Geschichte und unseren nassen Sachen etwas Mitleid erwirkt zu haben. Die Wirtin bietet an, uns einen „alten“ Wohnwagen als Unterkunft zu nutzen. Da es immer noch in Strömen regnet und stockdunkel draußen ist, nehmen wir es dankbar an. Der Wirt macht sich die Mühe uns den Wohnwagen im strömenden Regen vorzubereiten, den der ist wohl eigentlich nicht mehr zum Vermieten gedacht. Da aber alles sauber war, kamen wir aus dem Grinsen nicht mehr raus. Es hatte sich diesmal nicht nur wegen dem Essen gelohnt den Platz anzufahren.
Wir gehen Duschen (wow ein nagelneues Luxus-Sanitärhaus) und bekommen auch noch tatsächlich ein wunderbares Menü. Halt so, wie man aus den mittlerweile unzähligen Kochsendungen kennt, alles superfrisch mit regionalen Zutaten zubereitet und ohne „Schickimicki-Frackzwang“. (Küche wäre eigentlich schon zu gewesen)Welch ein Abschluss dieses anstrengenden Tages. Vor 13 Tagen sind wir mit dem Rad gestartet, ohne ein 100%tiges Ziel. Da wir immer wieder nach einem Ziel gefragt worden sind, habe ich Nicole gesagt: Erzähl den Leuten wir fahren nach Salzburg! Aber Nicole hatte das als Scherz aufgefasst. Sie konnte sich vorher nicht vorstellen, dass man per Fahrrad so weit kommt. (Und wir sind ja noch nicht fertig) Da hat man sich schon mal ein Fläschen wein verdient.

Wohl genährt und überglücklich fallen wir in unser trockenes Bett.

Datum: 19.06.2009
Tagesstrecke: 94,66 km
Sattelstunden: 5:38
d=16,75 km/h // max: 47,66
Gesamtstand Tacho: 9149 km
Bisherige Höhenmeter gesamt: 2524 Hm

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