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01 Juli 2009

Tag 16 Waginger See - Bad Endorf Radreise Juni 2009

Wie immer starten wir gegen 11:00 Uhr. Unsere Hoffnung auf trockenes Wetter war vergebens und es ist leider auch sehr kalt geworden. Wir besorgen Nicole unterwegs ein Halstuch, hatten wir im Juni nicht eingepackt, wer kann das Ahnen ;-)
Kalt und nass im Juni, keine Alpen zu sehen!
Eigentlich müssten wir die ganze Zeit links von uns die Alpen sehen können, aber dank der tiefen Wolken ist die Sicht gleich null. Die Wettervorhersagen sagen für die nächsten Tage „Land unter“ an.

Bei einer Rast am Chiemsee beschließen wir nach studium der Wettervorhersage in der Tageszeitung, schweren Herzens die Tour vorzeitig abzubrechen. Ich buche per Handy einen Kleinbus „one way“ ab Rosenheim für den nächsten Tag. Wir sind traurig, aber wir hatten ja über 2 Wochen eine schöne Radtour. Warum also das Ganze im Hochwasser abschließen. Zu diesem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, dass es das Beste war, was wir machen konnten!
Wellengang am Chiemsee
Jetzt wollten wir im groben in Richtung Rosenheim weiterfahren, und in der Nähe einen Campingplatz finden. Der Radweg, dem wir folgen, ist recht naturnah und es geht bergauf bergab durch dunklen nassen Wald. Es wird spät und wir haben Sorge, dass kein Campingplatz an diesem Radweg kommt, oder wir gar Rosenheim verfehlen. Unter einer offenen Scheune (oder wie nennt man ein überdachtes Heulager) geschützt vor dem Regen, packen wir das Schlepptop aus und suchen nach einem Campingplatz. Hatte mir kurz vor der Reise relativ günstig ein Garmin GPS eTrex Vista HCx gekauft, aber mich noch nicht wirklich damit beschäftigt. Bisher nur die Tracks der Reise aufgezeichnet, bzw. einige Tracks bis zum Taubertal aufgespielt. Jetzt habe ich die Routingfunktion genutzt, um den Campingplatz zu finden. Wow, genial hat einwandfrei funktioniert! Um 19: 30 erreichen wir den Campingplatz Stein am Simssee.
Der Platz ist sehr schön gelegen, auch wenn wir das bei diesem Wetter nicht genießen konnten. Der Empfang durch die Besitzerin war leider ziemlich „unterkühlt“. Radfahrer mit Zelt für eine Nacht gehören nicht zur Zielgruppe. Nur ein freundlich ausgedrückt „unfreundliches mitleidiges unverständliches Verhalten“, wie man mit dem Rad bei dem Wetter mit Zelt fahren unterwegs sein kann. Nach dem Motto: „Eure Armut kotzt mich an!“ Wir bekommen erklärt, wo wir da Zelt aufbauen sollen. Der Platz war relativ leer. Ich bin noch mal zurück, um zu fragen, ob wir unser Zelt woanders aufbauen dürfen, da der Zeltplatz schon komplett durchgenässt ist. Antwort: Ein unfreundliches NEIN, Zelter dürfen nur auf dieser hinteren Wiese campen. Ich bin selber schuld, was frage ich auch! Klar das der Zeltplatz den größtmöglichen Abstand zu den sanitären Anlagen hatte. Die Wohnmobil und Wohnwagenfraktion, muss ja bei jedem Wetter den kürzesten Weg haben. War echt ein wenig sauer! Gibt es eigentlich auch Campingplatzführer, welche die Belange von Zeltern mit in Ihrer Wertung aufnehmen? Da hätte es nicht unbedingt 4 Sterne gegeben? Aber OK, lag wohl bei uns hauptsächlich an dem unfreundlichen Empfang. Egal, leider gab es in der Nähe keine Gastronomie, so das wir vor Ort uns die 16 Tage transportieren China-Aldi-Nudeln endlich Ihrer Bestimmung zugeführt wurden. 
Schon am Abend ist die Wiese überwässert, am nächsten morgen eine einzige Pfütze.
Es regnet weiter in strömen, wir gehen zeitig zu Bett und schlafen tief und fest.

Datum: 22.06.2009
Sattelstunden: 5:27
d=15,06 km/h // max: 39,84
Bisherige Höhenmeter Tour gesamt: 3300 Hm
Gesamtstand Tacho: 9316 km

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